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-Heribert Müller- Vor 150 und mehr Jahren, als es Zündhölzer noch nicht gab, die Bürger jedoch auf das Holz als wohlfeiles Brennmaterial angewiesen waren, geschah es zuweilen, daß die Hausfrau frühmorgens, anstatt glimmender Feuerreste, nur noch die erkaltete Asche vorfand. War sie dann noch in Eile, so blieb ihr nichts anderes übrig, als sich von der Nachbarin ein wenig Glut in ein Kaseröllchen geben zu lassen, damit sie das Herdfeuer anfachen konnte. Nicht daß in ihrem Haushalt ein wichtiges Küchengerät wie der kleine Zunderkasten gefehlt hätte, nur erforderte das Feuerschlagen sehr viel Zeit und Geduld. Wurde es dann doch notwendig, schlug man Eisen und Stein solange über dem Zunder aneinander, bis durch die Funken eine Glutstelle entstanden war. Der in einem Strohwisch aufgenommene und mit diesem flugs gewedelte Glutbausch verlöschte nicht selten, noch bevor das Stroh Feuer gefangen hatte, womit die ganze Prozedur zu wiederholen war. Die Herdstelle hatte ihren Platz im Küchenraum, dem Mittelpunkt des häuslichen Lebens. An einem verstellbaren Eisenhaken hing über dem Feuer der Kessel und als Träger für weitere Kochgeräte standen eiserne Dreifüße bereit. Über dieser Koch- und Heizungsanlage breitete sich behäbig der Rauchfang aus, in dessen trichterförmigem Innenraum die Schinken und Speckseiten zwecks Räucherung untergebracht waren. Wenn am Abend die Hausleute plaudernd zusammensaßen, legte die Hausfrau besonders trockenes Holz auf, damit der Raum genügend beleuchtete war. Wenn Sie an früheren Ausgaben des Heimatboten interessiert sind, haben Sie die Möglichkeit, am Kirmes-Sonntag Ihre Sammlung zu vervollständigen. Soweit ältere Exemplare noch vorhanden sind, bieten wir diese im Festzelt zum Verkauf an. Natürlich können Sie frühere Ausgaben der Festschrift auch während des Jahres bei unserem Archiv-Verwalter Detlef Kessler erwerben! E-mail: detlef.kessler@kige.de |
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